Initiative

 
Der erfolgreiche Abschluss des Projektes „Summer of glass – 150 Jahre Glasgeschichte Weißwasser“ markiert nicht nur das Ende einer dreijährigen, spannenden Zusammenarbeit zwischen verschiedensten Akteuren zum Thema Glas, sondern auch den Auftakt für eine strategische Auseinandersetzung mit der Zukunft des Werkstoffes Glas – insbesondere in der Glasmacherstadt und der Region um Weißwasser.

Die aktuellen Chancen liegen klar auf der Hand: Glas als Werkstoff bleibt zukunftsträchtig, nicht zuletzt aufgrund seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in Industrie, Design und Kunst. Die Region Weißwasser, historisch geprägt vom Glashandwerk, besitzt wertvolles Know-how und eine einzigartige Identität, die sie in der Entwicklung innovativer Glasprodukte und -formate gezielt nutzen kann. Auf der Habenseite stehen zudem zahlreiche erfolgreiche Kulturprojekte, gut etablierte Einrichtungen wie das Glasmuseum und engagierte Akteure.

Für die Zukunft des Glases in der Stadt/Region benötigt es jetzt den nächsten Schritt: den Aufbau eines aktiven Netzwerkes. Wer können diese Player, Macher und Knotenlöser sein? Angesprochen sind u.a. engagierte Kunsthandwerker und Designer, wirtschaftliche Akteure, kulturelle Institutionen und Bildungsträger, Verantwortliche in Politik und Verwaltung.

Wo liegen die Schnittmengen, wie können neue Schnittpunkte gefunden und Trigger gesetzt werden? Dazu müssen auch alte Verbindungen wiederbelebt und gepflegt sowie parallel neue Partnerschaften akquiriert werden, um Synergien optimal zu nutzen.

Ein umfangreiches Informationsangebot unterstützt diese Dynamik. Die digitale Projektseite liefert fachliche Inhalte, Termine und Dokumentationen zu laufenden/ abgeschlossenen Projekten. Ergänzend informieren Newsletter und eine Präsentation zur Handreichung über Neuigkeiten und Angebote rund um das Thema Glas – lokal und überregional.

Veranstaltungen wie das Glas.Macher.Frühstück, Fachsymposien, Ausstellungen oder das alle zwei Jahre stattfindende Glasfestival tragen nicht nur zum fachlichen Austausch bei, sondern stärken auch das Gemeinschaftsgefühl und heben die Sichtbarkeit der Region als Glasstandort hervor.

Eine besonders wichtige Rolle nimmt dabei das Glasmuseum ein. Es entwickelt sich zunehmend vom Wissensvermittler hin zu einem aktiven Treiber und Vernetzer für Tourismus, Kultur und Wirtschaft. Damit schlägt es Brücken zum Projekt GlasLAB, das als innovatives Forum Testformate und praxisnahe Umsetzungen rund um den Werkstoff Glas vorantreibt.

Insgesamt zeigt sich: Die Zukunft des Werkstoffes Glas in Weißwasser ist vielversprechend. Durch gezieltes Netzwerkmanagement, innovative Angebote und eine enge Verzahnung von Kultur, Wirtschaft und Tourismus kann die Region ihre Stellung als traditioneller und zugleich moderner Glasstandort nachhaltig stärken. Das Projekt „Summer of glass“ mag abgeschlossen sein – doch die Reise in eine zukunftsorientierte Glaswelt hat gerade erst begonnen.